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| Die Serie REMINGTON STEELE
wurde am 1. Oktober 1982 erstmals von NBS ausgestrahlt. Bis März
1987 zeigte das US-Fernsehen insgesamt 94 Episoden. Die Reihe hielt sich
somit 4 reguläre Seasons (von 1982 bis 1986). Die letzte Season (1986/87)
umfaßt lediglich 3 Doppelfolgen bzw. 6 47-Min.-Folgen, in denen
zur Verstärkung von Laura, Remington und Mildred noch Tony Roselli
(dargestellt von Jack Scalia) für die in den Einschaltquoten gesunkene
Reihe engagiert wurde. Der dubiose Draufgänger Tony sollte der Affäre
zwischen Laura und Remington neuen Zündstoff und diverse Verwicklungen
ermöglichen, das Wirrwarr um Remingtons Vergangenheit noch mehr verwirren
und durch seine eigene Vergangenheit für noch mehr Rätsel sorgen.
Doch die netten Abenteuergeschichten konnten die Serie letzendlich auch
nicht mehr retten. Für Jack Scalia kein Problem; er fand nach dem
Ende von Remington Steele ein Engagement bei "Dallas". Zur Serie: REMINGTON STELLE als Detektiv-Drama zu bezeichnen, wäre beinahe grotesk. Es handelt sich vielmehr um eine exzellent gespielte, von brillanten Einfällen gekennzeichnete Krimi-Komödie, in der sich die Beziehung der Hauptakteure (Stephanie Zimbalist/Pierce Brosnan) langsam, aber stetig zu einer vielversprechenden Partnerschaft entwickelt, die durch die einzelnen Fälle und der Konfrontation mit Remingtons Vergangenheit immer wieder neue Funken sprühen läßt. Ausgangspunkt bildet die Detektiv-Agentur von Laura Holt (Stephanie Zimbalist), die von der jungen sympathischen Frau mit ihren Kollegen Murphy Michaels (James Read) und Bernice Foxe (Janet DeMay) mehr oder weniger erfolgreich geleitet wird. Da sie unter ihrem (weiblichen) Namen kaum Aufträge erhält, erfindet sie einen männlichen Chef für ihre Detektei: "Remington Steele" heißt nun ihre Agentur, und dieser bleibt natürlich immer im Hintergrund, existiert nur in der Erfindung von Laura. Doch nun floriert das Geschäft...eines Tages tritt jedoch ein junger Mann in Laura Holts Leben, der sich als "Remington Steele" ausgibt. Er sorgt für einigen Wirbel in Lauras Berufs- und vor allem Privatleben! Bis zum Schluá bleibt ungeklärt, wie "Remington" eigentlich richtig heißt. Murphy und Bernice verlassen nach einer Season die Agentur. Doch es kommt vollwertiger Ersatz durch Mildred Krebs (dargestellt von Doris Roberts), einer resoluten Mitfünfzigerin, die zuvor bei der Steuerbehörde beschäftigt war und beinahe per Zufall ein festes Engagement als Vorzimmerdame in der Detektiv-Agentur erhält. Doch ihre Qualitäten beschränken sich nicht nur auf die Entgegennahme von Anrufen, der Bedienung des Computers etc. Sie zeigt sich als äußerst loyal ihren Arbeitgebern gegenüber und sorgt durch ihre erfrischend direkte, manchmal leicht burschikose und überkandidelte Art für brillantes Amüsement und viele Lacher innerhalb der Serie. Im Gegensatz zu dem eher hölzernen Murphy aus der ersten Season und der nahezu unbedeutenden Bernice Foxe. Im Vorspann der ersten Season erklärt Laura Holt die Ausgangssituation ihrer Agentur und erzählt vom Auftauchen "Remingtons". Ab zweiter Season wird dann eine neue, rasantere Musik unterlegt und diverse (Action-Szenen) aus erster Season zu einem effektvollen Vorspann zusammengebastelt. Laura und Remington betrachten diese Szenen gemeinsam im Kino. Kino und Film spielen ohnehin eine besondere Rolle in Remingtons Leben. Bei nahezu jedem Fall entwickelt der Strahlemann eine passende Verbindung zu einem mehr oder weniger bedeutenden Kino-Klassiker, nennt in diesem Zusammenhang Hauptdarsteller, Regisseur, Produktionsjahr und Produktionsfirma. Kein Wunder, daß diese Serie (u. a. auch aus diesem Grund) vielen Kino-Freaks aus der Seele spricht. Noch amüsanter die Tatsache, daß dieses Filmzitieren Laura Holt zeitweise sehr nervt, da sie natürlich weniger emotional, eher logisch auf die Lösung des jeweiligen Falles zugehen möchte. In Season 3 wird der Vorspann wiederum geändert. Laura und Remington betrachten ihre Fälle nicht mehr auf der Leinwand. Der Vorspann entwickelt sich (etwas trickreicher) aus einem Fingerabdruck und den Silhouetten der Hauptdarsteller, selbstverständlich wiederum versehen mit zahlreichen Szenen früherer Episoden. Die Erkennungsmelodie wird (entsprechend zeitgemäß) mit mehr Bass unterlegt und somit noch effektvoller. Ohne Zweifel sind die einzelnen Episoden sehr gut ausgeklügelt, manchmal etwas verworren und komplex, aber durchweg brillant inszeniert. Eine wirklich durchschnittliche Krimi-Story findet sich kaum und kommt es doch vor, wird dies durch die amüsanten Situationen und Dialoge der Hauptakteure voll ausgeglichen. Die Serie hat ihren ganz besonderen Charme und stellt eine wirkliche Ausnahme innerhalb der konventionellen Serienproduktion der 80er Jahre in den USA dar. Der Schwerpunkt wird nur selten auf Action und/oder Verfolgungsjagden gelegt. Es gibt zwar i.d.R. in jeder Folge gegen Ende eine aktionsgeladene Konfrontation mit den Bösewichtern in sehr vielen einfallsreichen und mitunter auch witzigen Variationen; des Zuschauers Hauptaugenmerk ist jedoch stets auf den ungebrochenen Exprit der Darsteller und die Originalität der Story gerichtet. Langeweile oder überflüssige Passagen sind gänzlich ausgeschlossen; die Serie lebt durch Darsteller, Charme und Witz! "Remington Steele" lief erstmals 1985 im Regionalprogramm des WWF. Diesem Sender haben wir es auch zu verdanken, daß die Reihe überhaupt ins ARD-Programm kam, wenn auch nur regional bzw. zu sehr unterschiedlichen Terminen und unterschiedlicher Folgenanzahl in den diversen Regionalprogrammen. Durch die Unterbringung im Regionalprogramm wurde die Reihe hier wohl nie so besonders populär und mitunter als Geheimtip gehandelt. So sind uns jedoch die obligatorischen ARD-Kürzungen erspart geblieben, die bspw. ein 21.45-Uhr-Termin gefordert hätte. Zusammenfassend kann man sagen, daß im WWF die meisten "Steele"-Folgen gelaufen sind. 52 Folgen wurden in den "Pool" der anderen ARD-Regionalsender aufgenommen, 10 Episoden waren exklusiv dem WWF vorbehalten, liefen mittlerweile allerdings auch innerhalb der Pro7-Ausstrahlung noch einmal! Unerklärlicherweise hatte der WWF die Folgen der zweiten Season beschnitten, in anderen Sendern liefen die Folgen komplett. 1991 zeigten die ARD-Regionalsender (gleichzeitig) 20 nachgekaufte Episoden bzw. planten es, denn nach 11 neuen Folgen und einigen Wiederholungen war dann plötzlich Schluß Man verbannte die restlichen 9 auf den uneinheitlichen Regional-Montag, wobei an dieser Stelle nicht exakt nachvollzogen wurde, wo und wie komplett diese 9 Folgen tatsächlich liefen. Im Sommer '93 nahm sich -wie erwähnt- Privatsender Pro7 der glänzenden Serie an und strahlte, abgesehen von ca. 50 Wiederholungen, auch die 12 Episoden aus, die die ARD bisher gemieden hatte. Letztendlich lief die Reihe also komplett in Deutschland mit 94 Episoden. Wermutstropfen bei Pro7: Obwohl die gleichen Synchronstimmen verwendet wurden, sprechen sich die Helden Laura und Remington in den 12 neuen Folgen stets mit "Sie" an, obgleich sie schon längst auf "Tuchfühlung" gegangen waren. Zuletzt zeigten diverse Dritte Programme der ARD (nach dem HR nun auch der WDR) noch einmal die 13 erstgekauften Folgen (WWF, 1985) sowie die 20 nachgekauften von 1991, bevor die Rechte auch dieser Folgen für die ARD endgültig ablaufen. Im folgenden nun der komplette Episode Guide von Remington Steele. Die Sendedaten sind, soweit auffindbar, auf den WWF bezogen, da dort die Folgen in aller Regel zuerst liefen. Das gilt natürlich nicht für die 20 erst 1991 gesendeten. Die Pro7-Daten stehen für die 12 Folgen, die dort in Erstaufführung liefen. Das Musik-Thema wurde übrigens von Henry Mancini, einem der bekanntesten Hollywood-Filmkomponisten, ersonnen. Mancini erhielt u. a. einen OSCAR für den Song zu "Frühstück bei Tiffany" (Moon River), schrieb auch für die meisten anderen Blake-Edwards-Filme die Hintergrundmusik und zeichnet ebenso verantwortlich für das legendäre "Pink-Panther"-Thema. |