Teil 1. (31.10.1989)

Margheritis Version von "Treasure Island" beginnt im Jahre 2300 auf Sizilien in der Ebene von Selinut, wo der zwölfjährige Jimmy mit seinen Eltern auf einem verlassenen Raumflughafen lebt. Nach einem Strahlenunfall, dessen Opfer auch Jimmys mittlerweile todkranker Vater wurde, mußte das Gelände vor einigen Jahren aufgegeben werden. Nur die Radaranlage und die dazugehörige Gastwirtschaft "AI Convegno Spaziale", die von Jimmys Mutter betrieben wird, sind noch intakt.
Eines Tages nimmt sich Captain Billy Bones, ein gealterter Weltraumpirat, ein Zimmer in dem Gasthaus. Der mürrische Weltraumpilot, der durch den übermäßigen Genuß von Krek, einer Art Alkohol in Pillenform, zu einem menschlichen Wrack verkommen ist, ist im Besitz einer sehr gefragten Lagekarte zueinem sagenhaften Schatz und hofft, sich auf dem alten Flughafen vor seinen gierigen Kameraden verstecken zu können. Doch schon kurz darauf erscheint der düstere Carne Nero und bedroht Billy Bones. Als sich dieser aber nicht einschüchtern läßt, versetzt ihm Carne Nero eine tiefe Wunde mit einem Messer und verläßt den Hafen wieder. Später beobachtet Jimmy, wie Billy Bones einen Laserdetector installiert, mit dessen Hilfe er einen befreundeten Piraten, Arrow, herbeizurufen hofft. Stattdessen lockt Captain Bones nur weitere üble Gesellen an, die ihn zur Herausgabe der Schatzkarte zwingen wollen.
An einem Abend landet ein ganzer Hubschrauber von Piraten vor dem Gasthaus. An ihrer Spitze steht Pew, ein furchterregener Blinder, der sich dank seines elektronischen Stockes hervorragend zurechtzufinden scheint.
Doch die Bande kommt zu spät. Billy Bones ist bereits verstorben. Zuvor hat er Jimmy jedoch von dem wertvollen Schatz erzählt, den der berüchtigte Captain Flint vor Jahren auf einem weit entfernten Planeten vergraben hat. Flint machte damals mit seinen Raumschiff alle Galaxien unsicher und überfiel zahllose Raumkreuzer. Zu dieser Zeit war Billy Bones Flints erster Offizier. Kurz vor Flints Tod erhielt Bones die Schatzkarte von dem sagenhaften Piratenkapitän. In einem Geheimfach von Bones Reisekiste entdeckt Jimmy die geheimnisvolle Karte. Unterdessen durchstöbert die wilde Piratenhorde das ganze Gebäude. Jimmy vertreibt die gefährliche Bande, indem er die Aufmerksamkeit einer vorbeifliegenden Zollstreife auf die Radarstation lenkt. Während der überhasteten Flucht kommt Pew ums Leben, als er von dem abhebenden Hubschrauber stürzt. Mit der Schatzkarte wendet sich Jimmy nun an den englischen Arzt Dr. Livesey und dessen Freund Graf Ravano, einen reichen Industriellen.

 

Teil 2. (7.11.1989)

Ravano und Livesey entschlüsseln Flints Schatzkarte: Er ist auf dem dritten Planeten des Ibisco-Systems vergraben, an dem Ort, wo am dritten Tag nach der Sommersonnenwende - zehn Minuten nach dem Zenit - der Hammerfelsen seinen Schatten wirft. Graf Ravano ist von der Idee einer Schatzsuche begeistert und bereit, für sämtliche Kosten der Expedition aufzukommen. Er kauft die Hispaniola, ein Raumschiff mit der Form eines Donuts, und beauftragt den erfahrenen Raumfahrer Long John Silver mit der Bemannung und Ausrüstung des Schiffes. Neben Ravanos Androiden Joyce begleiget auch Jimmy die Expedition, als Schiffsjunge. Er sucht Silver in dessen Lokal auf und schließt schnell Freundschaft mit dem alten Rauhbein. Zusammen treffen sie die letzten Vorbereitungen vor dem Start. Als sie sich in dem dichten Gedränge des Marktplatzes aus den Augen verlieren, verpaßt Jimmy fast den Abflug der Hispaniola, da er sich auf dem riesigen Raumflughafen nicht zurechtfindet. Auf der Startrampe lernt er den äußerst strengen Captain Smollet, dessen Funker Davis und die Piloten Hands und Arrow Smith kennen. Die restliche Mannschaft besteht aus einem Haufen finster wirkender Gesellen. Captain Smollet äußerst dem Grafen gegenüber Bedenken bezüglich der Mannschaft und des ständig betrunkenen Navigators Arrow.
Smollet befürchtet eine Meuterei und befiehlt vor dem Start die Entseuchung der Mannschaft und die damit verbundene Abgabe jeglicher Waffen. Lediglich die zwei antiken Duellpistolen, die Graf Ravano seinem Freund Livesey kurz vor dem Abflug als Geschenk überreicht, befinden sich noch an Bord. Daneben ist es Silver gelungen, seinen geliebten Kakadu Polly auf die Hispaniola zu schmuggeln.

Teil 3 (14.11.1989)


Die Reise beginnt und wird zugleich von Arrows Unzuverlässigkeit überschattet: Aufgrund seines Fehlers verliert das Raumschiff vorübergehend die künstliche Schwerkraft und gerät in einen falschen Orbit. Trotz ständiger Mahnungen des Captains erscheint Arrow immer wieder betrunken zum Dienst. Unterdessen arbeitet Jimmy bei Silver in der Kombüse. Der erfahrene Mann lernt den interessierten Jungen hierbei die Grundbegriffe der Raumfahrt. Mit der übrigen Mannschaft versteht sich Jimmy allerdings weniger gut. Der Schiffsjunge wird immer wieder zum Spielball der rohen Bande, weiß sich aber geschickt zu wehren. Als ein Meteoritenschwarm die Bahn der Hispaniola kreuzt, läßt Captain Smollet das äußere Magnetfeld einschalten, um das Schiff vor eventuellen Schäden zu bewahren. Eine Gefahr stellen die Meteoriten erst dar, als Arrow heimlich das Magnetfeld deaktiviert, um außerhalb des Schiffs an den dort deponierten Alkohol zu gelangen. Die waghalsige Aktion kostet ihn schließlich das Leben und bringt den Rest der Besetzung in höchste Gefahr. Die durchkommenden Meteoriten verursachen einen Systemkurzschluß, wodurch die Hispaniola außer Kontrolle gerät. Captain Smollet gelingt es unter Einsatz seines Lebens, den Schaden rechtzeitig zu beheben und das Schiff wieder auf die vorgesehene Bahn zu bringen.

Teil 4 (21.11.1989)

Als Folge der Beschädigungen stürzt ein Metallblock auf Silver, der aber nur sein künstliches Bein zerrümmert. Das Ereignis weckt allerdings Jimmys Mißtrauen, da er sich an eine Warnung von Billy Bones erinnert, in der er einen äußerst gefährlichen, einbeinigen Piraten erwähnt.
Nach Arrows Bestattung rückt der Eintritt in den Hyperraum näher, der sogenannten Capriole, in der sich enorme Entfernungen innerhalb kürzester Zeit zurücklegen lassen. Jimmy nutzt die Zeit vor dem Sprung in die Capriole für eine kurze Nachricht an seine Mutter.Schließlich gelangt die Hispaniola in wenigen Augenblicken bis in das weit entfernte Ibisco-System. Silver kennt den dritten Planeten und dessen zwei Monde, und es stellt sich heraus, daß er den Planeten schon einmal besucht hat. Im Orbit des Planeten entdeckt Smollet das alte Wrack eines ausgeraubten Raumtransporters und beschließt, den Kreuzer aus der gefährlichen Umlaufbahn zu entfernen. Dies erfordert eine Expedition in den Rumpf des Wracks, um dessen Aggregate aktivieren zu können. Der Captain, Davis, Dr. Livesey und der neugierige Graf Ravano schlüpfen in Raumanzüge und verlassen die Hispaniola. An Bord belauscht Jimmy eine Versammlung der übrigen Beszatzung und findet seinen Verdacht bestätigt: Long John Silver, Hands und die restliche Mannschaft sind geldgierige Piraten, die nur ein Ziel verfolgen: Flints Schatz an sich zu reißen. Sie wollen die Gelegenheit nutzen, den Captain und seine Begleiter im Weltraum zurückzulassen und den Schatz alleine zu heben. Entsetzt steigt Jimmy in einen Raumanzug und macht sich heimlich auf den Weg in das Wrack, um seine Freunde zu warnen. Dort wird er aber von niemandem bemerkt und verliert sogar vorübergehend die Orientierung in dem großen Frachter. In letzter Sekunde erreicht Jimmy die Einstiegskammer der Hispaniola, die Silver entgegen des Piratenbeschlusses geöffnet hat. Noch bevor Jimmy die Verschwörung aufdecken kann, verhängt Captain Smollet eine Diziplinarstrafe gegen den Jungen und läßt ihn wegen seines eigenmächtigen Handelns einsperren.

Teil 5 (28.11.1989)

Die Hispaniola ist am Ende ihrer Reise angelangt und setzt zur Landung auf Flints Planeten an. Hierbei erweist sich Hands als recht unfähiger Navigator, da er kaum in der Lage ist, die befohlenen Landemanöver auszuführen, und die Hispaniola unsanft an einem sumpfigen Ufer zu Boden bringt. Dies führt zu einer Aufspaltung der Piratenhorde. Die Gruppe um Silver ist der Meinung, daß sie den Captain für den Rückflug zur Erde brauchen und ihn daher keinesfalls beseitigen dürfen, während Hands und seine zwei Anhänger kurzen Prozeß mit der Expeditionsführung machen wollen. Davis wird aufgefordert, sich den Piraten anzuschließen. Als sich dieser weigert und den Captain von der Meuterei unterrichten will, wird er kaltblütig ermordet. Mittlerweile hat jeder an Bord den Ernst der Lage, erkannt. In einem ungestörten Augenblick beschließen Smollet, Dr. Lovesey und Graf Ravano mit Joyce und Jimmy das Schiff zu verlassen und in dem alten Leuchtturm des Planeten Schutz zu suchen.

Ihre heimliche Flucht bleibt nicht unbemerkt, und Silvers Leute folgen ihnen in den sumpfigen Wald.
Jimmy wird von seinen Freunden getrennt und verirrt sich im Sumpf, wo er in der Nacht auf eine seltsame Gestalt auf Stelzen trifft.
Inzwischen haben sich der Captain, Ravano, Livesey und Joyce in dem gewächshaus-artigen Leuchtturm verschanzt. Dort gibt es Wasser und Medikamente in Hülle und Fülle, so daß sie der Belagerung durch die durstigen Piraten eine ganze Weile standhalten können.

Teil 6 (4.12.1989

Jimmy wird von dem seltsamen Einsiedler, einem gewissen Ben Gunn, in das gestrandete Wrack eines Luxusraumkreuzers getragen und mit Champagner und Kavier versorgt. Ben Gunn ist vor drei Jahren mit einem Raumschiff von Schmugglern auf dem Planeten gelandet, um mit diesen Flints Schatz zu bergen. Als sie ihn nach mühevoller Suche nicht finden konnten, ließen die enttäuschten und erbosten Schatzsucher Ben Gunn einsam auf dem Planeten zurück. Ben ist bereit, Jimmy zum Hammerfelsen zu führen (wo sich irgendwo in dessen Nähe der Schatz befinden soll), wenn er ihm die Rückkehr zur Erde garantieren kann. Am nächsten Morgen trägt er den schlafenden Jungen in einen Baum nahe dem alten Leuchtturm.
Die Piraten sind durch den akuten Wassermangel und die Unmengen lästiger Moskitoähnlicher Insekten vollkommen erschöpft Sie können außerdem nicht zur Hispaniola zurückkehren, da die nächtliche Flut das Raumschiff aufs offene Meer hinausgetragen hat. Silver zeigt sich verhandlungsbereit, kann aber die harten Bedingungen des Captains nicht akzeptieren. Jimmy stößt gerade zu seinen Freunden, als die Piraten einen Angriff auf den Leuchtturm starten. Mit Hilfe des wehrhaften An-droiden Joyce und den beiden Duellpistolen des Doktors können die Piraten zunächst abgewehrt werden. Neben einigen der Piraten wird in der Schlacht auch Joyce getötet. Jimmy berichtet von Ben Gunn und verläßt die Gruppe erneut, um ihn zu suchen. Tatsächlich findet er den Weg zu Ben Gunns Versteck, doch das Wrack ist verlassen. Mit einer Flasche Champagner setzt sich der Junge erschöpft in ein kleines Boot und schläft ein. Er bemerkt nicht, daß er allmählich auf die offene See hinausgetrieben wird. Als er wieder zu sich kommt, kann er seinen Augen kaum trauen: Neben ihm treibt die führerlose Hispaniola. Mit einiger Mühe gelingt es Jimmy an Bord zu steigen, wo er die Leichen von Hands und einem weiteren Piraten entdeckt. Offensichtlich haben sich die Halunken gegenseitig umgebracht. Jimmy lenkt das Schiff schließlich zurück ans Ufer und sichert es gegen die nächtliche Flut an einem großen Felsen ab.

An dieser Stelle sollte darauf hingewiesen werden, das es in der Videofassung doch etwas anders war: "Als sich Jimmy in der Kommandozentrale des Raumschiffes umsieht schleicht sich von hinten der schwerverletzte Hands an ihn heran. Die beiden schließen einen Pakt: Hands zeigt Jimmy wie er das Raumschiff bedienen muß, um es sicher ans Ufer bringen zu können, dafür soll der Junge seine Verletzungen behandeln.
Nachdem das Raumschiff sicher am Ufer vertäut ist, versucht Hands den Jungen zu töten. Doch der kleine Jimmy ist schneller. Mit einem kleinen Messer, das durchs Auge ins Gehirn fliegt, beendet der Pirat sein unwürdiges Leben."
Wahrscheinlich war dies nur einer von vielen kleinen Gags, die der Regisseur (der für solche netten Überraschungen eigentlich auch bekannt ist) die der Schere zum Opfer fielen.
 

Teil 7 (11.12.1989)

Nachdem Jimmy Silvers Kakadu an Bord versorgt hat, eilt er mit einem mit Nahrungsmitteln beladenen Amphibienfahrzeug zum Leuchtturm. Zu seinem Entsetzen findet er den Ort in der Hand der Piraten vor und beobachtet die Halunken beim Ausheben von Gräbern. Silver erzählt dem Jungen vom Tod seiner Freunde und bietet ihm gleichzeitig Schutz vor den übrigen Piraten an. Jimmy nimmt das Angebot an und erzählt ihm von der Hispaniola und dem Lageort des Schatzes. Da erscheint Doktor Livesey mit Medikamenten und Jimmy durchschaut den hinterhältigen Trick des Piraten. Tatsächlich haben Smollet, Ravano und der Doktor in der Zwischenzeit Ben Gunns Bekanntschaft gemacht und sich in das alte Wrack zurückgezogen. Doch nun ist es zu spät: Die Piraten kennen das Versteck des Schatzes. Sie fesseln den Arzt und zwingen Jimmy, ihnen den Ort des Hammerfelsens zu zeigen.
Der auf der Schatzkarte genannte Zeitpunkt rückt immer näher. Während sich Ravano und Smollet ebenfalls auf den Weg machen, den Schatz zu heben, befreit Ben Gunn den gefesellten Doktor Livesey. Sie folgen der Piratenhorde, die Jimmy in die Irre zu leiten versucht. Dennoch findet Silver den Hammerfelsen am Rande einer Schlucht, wo Smollet und Ravano auf die entscheidenen Sonnenstrahlen warten. Der Hammerfelsen wirft seinen dunklen Schatten in einen flachen Teich. Der Wettlauf beginnt. Smollet erreicht als erster das Wasser und ergreift eine Laserkanone aus einer der verborgenen Kisten. Er eröffnet das Feuer auf die heranstürzende Bande und schlägt sie in die Flucht. Ben Gunn öffnet eine der schweren Kisten und ist überglücklich, endlich die wertvollen antiken Schmuckstücke in Händen zu halten. Gemeinsam schaffen sie die Kisten zur Hispaniola, wo das alte Schlitzohr Silver schon ihre Ankunft erwartet.
Im Gegensatz zu den übrigen Piraten, die in Ben Gunns altem Luxuskreuzer zurückbleiben, ist man bereit, den gutmütigen Gauner wieder mit zur Erde zu nehmen, um ihn dort den Gericht zu übergeben. Kurz vor der Landung verläßt er die Hispaniola heimlich in einem Shuttle - aber nicht, bevor er sich von Jimmy mit einem Geschenk verabschiedet hat - dem Kakadu Polly - und sich selbstverständlich seinen Anteil an dem Schatz genommen hat...

 

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Fanlog. Texte: Sven Bradler. Bilder: Westdeutsche Rundfunkwerbung GmbH (WWF).
 
 
Der Schatz im All auf DVD

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Darsteller:
Anthony Quinn (Long John)
Ernest Borgnine (Billy Bones)
Philippe Leroy (Graf Ravano)
David Warbeck (Dr. Livesey)
Klaus Löwitsch (Kpt. Smollet)
Itaco Nardulli (Jimmy)
 
Kamera:
Sandro Messina
Musik:
Gianfranco Plenitio
Regie:
Antonio Margheriti
Produktion:
Bavaria Film GmbH
RAI Channel 5
TF1
Produktionsjahr:
1986/87
Episoden:
7 x 50 Minuten
Spielfilmversion ca. 95 Min.
 
Schon ziemlich alt, Videocover zu den Folgen 1-3
Cover zu den Folgen 4-6
Cover zu Folge 7
Erstveröffentlichung
in Fan-Log Nr. 3
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